Wie entwickelt sich die Siedlungsdichte?

Der qualitative Indikator Siedlungsdichte ergänzt die Flächenneuinanspruchnahme, in dem er den Bezug zwischen Einwohnerzahl und Siedlungs- und Verkehrsfläche hergestellt. Die Siedlungsdichte gibt Auskunft über die Ausnutzung der Siedlungsfläche und mögliche Einspar- oder Verdichtungspotenziale und mangelnde Infrastrukturauslastung.

  • Die Siedlungsdichte in Deutschland beträgt ca. 1.900 Einw./km² (   IÖR-Monitor, 2016).
  • Sie ist seit Jahren rückläufig, der Rückgang beträgt ca. 6 % (seit 2008).
  • Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich das Abschwächen des Rückgangs der Siedlungsdichte maßgeblich durch die Zunahme der Bevölkerung ergibt. Hier spielt die Zuwanderung eine große Rolle.
  • Im Mittel entfallen auf jeden Einwohner 522 m² SuV-Fläche (2008 waren es noch 500 m²).

Das Ziel der Bundesregierung, die Siedlungsdichte konstant zu halten ist selbst bei gleichbleibender Einwohnerzahl nur mit einer nicht mehr wachsenden SuV-Fläche zu erreichen. Darum müsste ein Netto-Null-Flächenverbrauchsziel angestrebt werden.

Detaillierte Betrachtung der Siedlungsdichte nach Stadt- und Gemeindetypen des BBSR

  • Die Siedlungsdichte nimmt mit der Größe der Stadt bzw. Gemeinde stark ab.
  • Die Siedlungsdichte ist in Städten > 500.000 Einw. (große Großstädte) mit ca. 4.700 Einw./km² etwa 4,7 mal so hoch wie in Landgemeinden.
  • Nur in großen Großstädten stieg die Siedlungsdichte seit 2011, in allen anderen Stadt-/Gemeindetypen nahm sie ab (2008-2016).