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Hemerobie

Die Hemerobie stellt die Gesamtheit aller Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt dar. Der Begriff Hemerobie leitet sich von den griechischen Wörtern hemeros (gezähmt, kultiviert) und bios (leben) ab und kann somit als Kultureinfluss übersetzt werden. Als Referenz für die Einordnung aktueller Landnutzungsformen hinsichtlich des Kultureinflusses wird dabei der Endzustand einer Sukzession im Sinne der potentiellen natürlichen Vegetation (pnV) herangezogen. 

[Quellen: Sukopp, H. (1972): Wandel von Flora und Vegetation in Mitteleuropa unter dem Einfluß des Menschen. - In: Ber. ü. Ldw. 50 (1), 112-139. Kowarik, I. (2006): Natürlichkeit, Naturnähe und Hemerobie als Bewertungskriterien. Beitrag VI-3.12. - In: Fränzle, O.; Müller, F.; Schröder, W. (Hrsg.): Handbuch der Umweltwissenschaften: Grundlagen und Anwendungen der Ökosystemforschung. Landsberg, 18 S.]