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Kennzahlen und Indikatoren

Zustand und Veränderung der Flächennutzung können mit Kennzahlen und Indikatoren quantitativ charakterisiert werden. Während Kennzahlen räumliche Teilaspekte ohne Zeigerfunktion beschreiben, wird ein Indikator als Anzeiger des Zustandes oder der Entwicklung bezüglich eines bestimmten Zieles genutzt, dessen Erreichung damit geprüft und bewertet werden kann.

Allerdings können Kennzahlen im engeren Sinne für bestimmte Fragestellungen auch eine Indikatorfunktion haben. So hat beispielsweise die Kennzahl "Wasserflächenanteil" für das Vorkommen von Wasservögeln in einem bestimmten Gebiet eine Indikatorfunktion. Darum, aber auch aus pragmatischen Gründen, wird im Monitor der Siedlungs- und Freiraumentwicklung (IÖR-Monitor) generell nicht zwischen Kennzahlen und Indiktoren unterschieden.

Der IÖR-Monitor beschreibt den Flächennutzungszustand durch Indikatoren der Kategorien Siedlung (insbesondere Siedlungsdichte und -struktur), Gebäude (z. B. Gebäudedichte- und -überbauungsgrad), Verkehr (z. B. Straßen- und Schienennetzdichte), Freiraum (z. B. Verteilung von Acker und Grünland), Landschafts- und Naturschutz (z. B. Anteil verschiedener Schutzkategorien), Landschaftsqualität (z. B. Landschaftszerschneidung, Hemerobie), Bevölkerung (z. B. Bevölkerungsdichte, einwohnerbezogene Flächennutzung), Risiko (Flächen- und Gebäudeanteile im rechtlich festgelegten Überschwemmungsgebiet) und Relief (-vielfalt und -energie).